Stephanie Wehner – Pionierin des Quanteninternets
Wie fotografiert man einen Menschen, dessen Arbeit sich mit etwas beschäftigt, das man weder sehen noch anfassen kann?
Für den Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2025 hatte ich die Gelegenheit, Professor Stephanie Wehner an ihrem Institut QuTech an der Technischen Universität Delft über einen ganzen Tag fotografisch zu begleiten. Wehner forscht an der Entwicklung des Quanteninternets und wurde 2025 für ihre wegweisende Arbeit mit dem renommierten Körber-Preis ausgezeichnet.
Ziel des Shootings war es, einen vielseitigen und authentischen Bilderpool zu schaffen. Deshalb fotografierten wir an verschiedenen Orten innerhalb des Instituts und bezogen Kolleginnen und Kollegen aus ihrem beruflichen Umfeld ein. Es entstanden Aufnahmen bei der Arbeit, im Gespräch, in Labor- und Forschungsbereichen – und immer wieder auch ganz ungeplante Momente.
Dabei ging es bewusst nicht um das klassische, inszenierte Porträt einer Wissenschaftlerin. Vielmehr sollten die Bilder Stephanie Wehner als Mensch und Forscherin in ihrer tatsächlichen Arbeitswelt zeigen und gleichzeitig einen Eindruck von der Atmosphäre moderner Spitzenforschung vermitteln.
Besonders spannend war dabei der Kontrast zwischen der hochkomplexen Welt der Quantenphysik und den ganz alltäglichen Situationen eines Forschungsinstituts. Genau diese Verbindung aus Persönlichkeit, Arbeitsumfeld und Wissenschaft stand im Mittelpunkt meiner fotografischen Arbeit.